Best Ager

Generationen-Banking

Jeder Lebensabschnitt bringt besondere Themen und Herausforderungen mit sich. Als sogenannter Best Ager (Generation 50+) möchten Sie bereits gespartes Vermögen vermehren und für Ihre Nachkommen sichern. Sensible Themen wie Erbschaft, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht rücken stärker ins Bewusstsein. Hier finden Sie gebündelte Informationen, wie Sie sich und Ihre Angehörigen für den Ernstfall absichern. Denn auch in dieser Lebensphase steht Ihnen Ihre Raiffeisenbank Ried eG als verlässlicher Partner zur Seite.

Finanzielle Absicherung

Gut vorgesorgt fürs Alter

Als Best Ager können Sie auf Erreichtes zurückblicken. Die Kinder sind schon aus dem Haus und im besten Fall haben Sie sich bereits ein gutes Polster für Ihre Rente zusammengespart. Wir unterstützen Sie dabei, Ihr erarbeitetes Vermögen zu sichern und auch in Niedrigzins-Zeiten sicherheitsorientiert anzulegen, sodass auch Ihre Nachkommen davon profitieren. Haben Sie in Sachen „Altersvorsorge & Rente“ noch nicht ausreichend vorgesorgt, sollten Sie spätestens jetzt aktiv werden. Informieren Sie sich hier zur privaten Rentenversicherung sowie zur Riester- oder Rürup-Rente.

Verständlich erklärt: Vermögen

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

Geldanlage

Um Ihr bereits erarbeitetes Vermögen auch in Niedrigzinsphasen sicherheitsorientiert zu vermehren und für Ihre Liebsten zu sichern, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Gerne beraten wir Sie zu Spar- und Anlageprodukten, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse, Wünsche und auf Ihre Lebensphase zugeschnitten sind.

Private Rentenversicherung

In den meisten Fällen reicht die gesetzliche Rente nicht, um den Lebensstandard auch nach dem Eintritt ins Rentenalter zu erhalten. Damit Sie die Zeit im Ruhestand in vollen Zügen genießen können, empfiehlt es sich, frühzeitig privat vorzusorgen. Mit der privaten Rentenversicherung bauen Sie sich eine zusätzliche lebenslange und garantierte Rente auf.

Riester- und Rürup-Rente

Auch mithilfe einer Riester- oder Rürup-Rente wirken Sie finanziellen Sorgen während der Rentenzeit entgegen. Wenn Sie regelmäßig einen festen Betrag einzahlen, profitieren Sie bei der Riester- bzw. Rürup-Rente je nach Produkt außerdem von staatlichen Zulagen und Steuervorteilen.

Angehörige absichern

Den Nachlass rechtzeitig regeln

Niemand beschäftigt sich gerne mit dem Tod, erst recht nicht mit dem eigenen. Als Best Ager stehen Sie noch immer mitten im Leben – ein guter Zeitpunkt, um sich mit Themen wie Testament, gesetzlicher Erbfolge und Erbschaftssteuer auseinanderzusetzen. Regeln Sie Ihren Nachlass rechtzeitig, damit es gar nicht erst zu Streitigkeiten kommt, sollten sie mal nicht mehr sein.

Verständlich erklärt: Vererben

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

Testament

Mit einem Testament legen Sie fest, was mit Ihrem Nachlass nach Ihrem Ableben geschehen soll. Hier können Sie beispielsweise Erben bestimmen, die in der gesetzlichen Erbfolge nicht vorgesehen sind, oder Erbschaften an bestimmte Bedingungen knüpfen. Für die Rechtsgültigkeit muss ein Testament bestimmten Vorschriften genügen.

Das sollten Sie zum Thema "Testament" wissen

  • Das Testament können Sie entweder selbst handschriftlich verfassen oder mit einem Notar zusammen aufsetzen.
  • Jede Seite Ihres handschriftlich verfassten Testaments sollten Sie ebenfalls handschriftlich mit Vor- und Zunamen sowie Orts- und Datumsangabe unterschreiben und nummerieren.
  • Ihr Testament sollte auch den Titel „Testament“ tragen.
  • Solange Sie "testierfähig", d. h. im Vollbesitz Ihrer geistigen Kräfte sind, können Sie Ihr Testament jederzeit ändern und widerrufen.
  • Ehepartner können ein gemeinschaftliches Testament aufsetzen, Änderungen sind dann jedoch nur gemeinsam möglich.
  • Damit Ihre Erben richtig identifiziert werden können, sollten Sie immer deren Vor- und Nachnamen sowie das Geburtsdatum aufführen.

Gesetzliche Erbfolge

Die gesetzliche Erbfolge tritt ein, wenn Sie kein Testament oder Erbvertrag hinterlassen haben. Geregelt wird sie durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Ihr Vermögen wird dann unter dem Ehepartner und den Verwandten aufgeteilt. Jedoch erben nicht alle Hinterbliebenen zu gleichen Teilen. Vorrangig wird das Vermögen unter den Erben erster Ordnung aufgeteilt – also den eigenen Kindern. Diese wiederum erben in gleichen Teilen. Zu den Erben zweiter Ordnung gehören Ihre Eltern und Geschwister sowie deren Kinder und Enkel. Wie viel Ihr Ehepartner (oder Lebenspartner) erbt, ist von den weiteren Erben abhängig. Es gilt: ein Viertel neben den Nachkommen und die Hälfte neben den Erben zweiter Ordnung. Sollten sich keine Erben finden lassen, geht Ihr Erbe an den Staat über.

Erbschaftssteuer

Eine Erbschaft unterliegt der Erbschaftssteuer und muss deshalb an das Finanzamt gemeldet werden. Wie hoch die Steuerpflicht ist, hängt vom Verwandtschaftsgrad und dem Wert des erworbenen Nachlasses ab. Auch die Steuerfreibeträge werden durch das Verwandtschaftsverhältnis bestimmt.

Vorbereitet sein bei Krankheit und Unfall

Heute schon an morgen denken

Krankheiten und Unfälle können das Leben einschneidend verändern, in jedem Alter und innerhalb eines kurzen Momentes. Mit einer Vorsorgevollmacht und einer Patientenverfügung sorgen Sie für diesen Fall vor und gehen sicher, dass immer in Ihrem Sinne gehandelt wird.

Vorsorgevollmacht

Eine Vorsorgevollmacht befähigt eine von Ihnen bestimmte Person des Vertrauens, im Notfall stellvertretend für Sie zu handeln und sich beispielsweise um Ihre Vermögensangelegenheiten zu kümmern. Haben Sie niemandem eine Vorsorgevollmacht erteilt, bestellt das Betreuungsgericht im Bedarfsfall einen Betreuer. Dabei kann die Wahl auf einen Verwandten fallen, unter Umständen kann aber auch eine Ihnen fremde Person dazu bestimmt werden. Damit die Person Ihres Vertrauens im Notfall handlungsfähig ist und alles in Ihrem Sinne regeln kann, sollten Sie sie rechtzeitig bevollmächtigen.

Das sollten Sie zum Thema Vorsorgevollmacht wissen

  • Die von Ihnen in Ihrer Vorsorgevollmacht bestimmte Person ist sofort handlungsfähig und unterliegt keiner Aufsicht durch das Betreuungsgericht. Sie muss daher auch keine Rechenschaft über ihre Handlungen ablegen.
  • Sie können in Ihrer Vorsorgevollmacht individuell festlegen, ob der Bevollmächtigte vergütet werden soll und wenn ja, in welcher Höhe.
  • Bestimmen Sie, um welche Bereiche sich der Bevollmächtigte kümmern soll oder stellen Sie eine Generalvollmacht aus.
  • Im Falle einer Generalvollmacht ist der Bevollmächtigte befugt, sich um sämtliche vermögensrechtlichen und persönlichen Angelegenheiten zu kümmern. Dazu gehören beispielsweise auch ärztliche Behandlungen.
  • Es empfiehlt sich die juristische Beratung durch einen Notar, damit Formulierungen fehlerfrei und eindeutig sind und die Vollmacht im entscheidenden Moment greift.
  • Gehört Grundbesitz zu Ihrem Vermögen, muss die Vollmacht ohnehin notariell beglaubigt bzw. beurkundet werden.

Patientenverfügung

Sollten Sie im Falle einer ernsthaften Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr in der Lage sein, Ihren Willen bezüglich einer medizinischen Behandlung zu äußern, greift die Patientenverfügung. Darin können Sie beispielsweise bestimmte medizinische Eingriffe von vornherein ablehnen. Ebenso können Sie Maßnahmen benennen, in die Sie bei Bedarf einwilligen würden.

Das sollten Sie zum Thema Patientenverfügung wissen

  • Viele Menschen halten in einer Patientenverfügung fest, dass sie in bestimmten Situationen keine ärztlichen Maßnahmen wünschen, die das eigene Leiden lediglich verlängern würden.
  • Eine Patientenverfügung sollten Sie idealerweise immer durch eine Vorsorgevollmacht/Patientenvollmacht ergänzen, denn nur so ist ein Bevollmächtigter in der Lage, die von Ihnen in Ihrer Patientenverfügung festgelegten Wünsche auch gegenüber Ärzten durchzusetzen.
  • Es empfiehlt sich, sich auch beim Aufsetzen einer Patientenverfügung von einem Rechtsanwalt oder Notar beraten zu lassen. So können Sie sicher gehen, dass die Formulierung Ihrer Wünsche juristisch geprüft ist.
  • Patientenverfügungen können formlos widerrufen werden.
  • Die Patientenverfügung ist nicht mit der Patientenvollmacht zu verwechseln. In einer Patientenverfügung legen Sie für  behandelnde Ärzte ganz konkret fest, in welche Behandlungen Sie einwilligen und in welche nicht. Mit einer Patientenvollmacht können Sie eine Person bestimmen, die im Falle einer medizinischen Notsituation für Sie über die ärztliche Behandlung entscheidet.